Genau heute vor 3 Jahren…

Landkarte-Namibia-Conny…hat mich eine enge Freundin in Windhoek/Namibia besucht, um Land und Leute kennen zu lernen. Gestartet haben wir mit der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Windheok (1 Tag ist absolut ausreichend!) und mit dem Besuch des „Namibian Craft Centre“ (sehr empfehlenswert!). Im Craft Cafe – direkt auf dem Areal des Kunsthandwerksmarkt – haben wir auf meinen Geburtstag angestossen. Hmmm – waren die selbstgebackenen Kuchen sowie der Cafe köstlich…

Zwei Tage später ging es dann auch schon – hipp hipp hurrah – on the road… Auto-Dachzelt_klein

Unsere Unterkunft für die nächsten 2 Wochen on the road: Unser heiß geliebtes Dachzelt.

Wer Namibia mit dem Auto entdecken möchte, ist mit einem Toyota 4×4 inklusive Dachzelt sehr gut aufgehoben. Das gemietete Auto war mit Kühlschrank und Campingausrüsting perfekt ausgestattet, das Zelt auf das Autodach montiert. Anfangs hatten wir geplant, uns in der Halbzeit eine Übernachtung in einer Lodge zu gönnen, doch sind wir dem Dachzelt während unserer gesamten Tour treu geblieben. Wir haben es geliebt! In Namibia wird einem das Zelteln aufgrund der top-ausgestatteten Camping-Plätze sehr einfach gemacht, mit Sanitäranlagen, schattigen Plätzen und Braai-Stationen (= Grillstation) pro Zeltplatz. 80% der Unterkünfte hatten auch ein Pool – eine willkommene Abwechslung zu den staubigen Straßen und der meist trockenen Umgebung 🙂 . Preislich liegen die Campingplätze zwischen 7€ – 30€ / Person / Nacht. Wir hatten nichts vorreserviert, da wir uns nicht an einen bestimmten Zeitablauf binden wollten, und wir bekamen immer einen Platz!

Anhand unserer Tour werde ich nun einige ganz besondere Campingplätze hervorheben, bei den Gedanken in mir Wehmut aufsteigt und ich diese besonderen Momente an den besonderen Plätzen am Liebsten noch einmal erleben möchte. Auf dem Campingplatz sitzen, die Natur sowie traumhafte Sonnenuntergänge erleben, die Ruhe genießen und entdecken: DAS ist der Ausdruck von Leben, um mit sich selbst und der Natur in Einklang kommen. Während ich dies schreibe, kullern Tränen über meine Wange, so vermisse ich diese Momente und erkenne, dass diese Erlebnisse ein unvergesslicher Teil von mir geworden sind.

Los geht’s! Waterberg

Unsere erste Station war das Waterberg Resort am Fuße des unter Naturschutz stehendem Waterbergs Plateaus, einer der eindrucksvollsten Landschaften im Norden Namibias. Der besondere Charme des Campingplatzes waren neben dem freundlichen Personal und der tollen Infrastruktur (Tankstelle, kleiner Shop, Restaurant, etc.) die „naturverbundenen“ Campingplätze. Das konnten wir unter anderem dadurch erleben, dass wir während unserem Frühstücksabwasch vorbei-spazierenden Affen-Familien, mit verspielten Babyaffen, beobachten konnten. Der Waterberg selbst ist auch leicht auf eigene Faust zu erkunden, entweder anhand des mehrstündigen Trails namens „Mountain View Walk“ oder aber anhand einer 3 – 4 tägigen Wanderung. Auch mit einem Guide möglich – alles vor Ort buchbar. Eine Alternativunterkunft wäre das Waterberg Wilderness Private Nature Reserve, von der wir viel Positives gehört haben.

on the road...Im Anschluss an den Waterberg haben wir 2 Tage im Etosha Nationalpark verbracht (hier folgt ein gesonderten Bericht) und wir fuhren weiter Richtung Norden. Raus aus dem Nationalpark, änderte sich die Umgebung fast schlagartig. Während wir bis nach Etosha meist auf Betonstrassen unterwegs waren, von Farmgebiet umgeben, bewegten wir uns nun hauptsächlich auf Sand- bzw. Kiesstrassen, begleitet von Eselskarren und kleinen Siedlungen aus Lehmbauten. Die Gegend wurde plötzlich „lebhafter“.

Schild RuacanaUnser Ziel: Die Ruacana Falls nahe dem Ort Ruacana. Sehr empfehlenswert, besonders, wenn der Wasserfall „aktiv“ ist. Auf einer Breite von 700m fällt der Kunene-Fluss in eine 120m tiefe Schlucht. „Aktiv“ bedeutet, dass meist nur während der Regenzeit Wasser die Schlucht herunterfließt, denn bei niedrigem Wasserstand werden die Fluten des Kunene komplett durch die Turbinen des dort angesiedelten Wasserkraftwerks geleitet, das die Umgebung mit Strom versorgt. Beim Wasserfall Ausläufer gibt es auch ein „Hippo Pool“. Normalerweise eine Campsite, aber Sonntags treffen sich Einheimische, um über einer Feierstelle zu kochen und Zeit miteinander zu verbringen. Wir hatten volles Programm: Mit lokalen Jugendlichen sind wir am Wasserfall entlang spaziert und wurden anschließend am Fuße des Ruacana Falls auf eine Bootstour sowie auf eine typisch namibischen Mahlzeit- einem Eintopf namens Potijekos – eingeladen. Ein Tag voller Erlebnisse…

Epupa CampingplatzWeiter ging es zu den Epupa Falls und dem traumhaftesten Campingplatz ever, der „Epupa Falls Loge & Campsite“ – von Himbas betrieben. Direkt am Kunene-Fluss gelegen, ist der Campingplatz von Palmen umgeben. Das Originellste: Wir hatten unser eigenes Klo sowie Dusche, mit Bambusstöcken eingezäunt und ohne Dach – Natur pur! Das war wohl der romantischste Campingplatz, den ich je erlebt habe! Es werden auch Touren entlang der Epupa Falls sowie Besuche in Himba Dörfern angeboten. Natürlich haben wir diese in Anspruch genommen 🙂  Wir haben sogar im Anschluss an den Besuch eines Himba-Dorfs den Häuptling auf der Weiterfahrt mit dem Auto mitgenommen, um ihn bei der Suche nach der verlorenen Ziege zu unterstützen – sein Ziel, ein 25 km entferntes Dort, dessen Weg er sonst zu Fuß gegangen wäre…

Nun wieder on the road, Richtung Süden – vorbei am Brandberg, mit Zwischenstopp in Twyfelfontein – einer der bedeutendsten Fundstellen von Felsbildern – bis hin zur Südküste mit Besuch des vielbesuchten Cape Cross voll von Robbenkolonien. Mit Zwischenstopp in der bekannten Stadt Swakopmund sowie Walfish Bay sind wir schlussendlich in der Dünen- oder Zentralnamib gelandet.

Sossusvlei - Sonnenaufgang 3Plötzlich Wüste…

Über eine Länge von 300 km erstreckt sich eine endlos erscheinende Dünenlandschaft – Faszinierend ist, dass sich die Dünen entlang dem Meer befinden. Inmitten dieser Dünenlandschaft befindet sich Sossusvlei sowie der Sesriem Canyon – beides zugänglich für Besucher und nur über ein Einfahrtstor erreichbar. EIN ABSOLUTES MUSS: Die Übernachtung innerhalb des Naturschutzgebietes. Direkt innerhalb des abgesperrten Gebiets gibt es das Sesriem Campsite. Nur wer in diesem Camp übernachtet, hat die Möglichkeit noch vor den Tagesbesuchern zu den bekannten Dünen, wie „Düne 45“ oder „Elim Düne“ zu fahren und auf diesen den Sonnenaufgang zu erleben. Wer in der Früh bis zum Deadvlei fahren, und den Sonnenaufgang auf der höchsten Sanddüne der Welt (350m) erleben möchte, benötigt ca. 15 – 20 Minuten bis ins „Herz“ der Dünen – und jede Sekunde zählt 🙂 Das heißt um 04.30 Uhr aufstehen, um 5.00 Uhr losfahren – unvergesslich! Einfach Fotos anschauen und ihr werdet erkennen: Das frühe Aufstehen lohnt sich! Darüber hinaus wird die Hitze gegen Mittag unerträglich.

Tja – und dann war unsere Tour auch schon zu Ende…Nach 16 Tagen, 3732,8 gefahrenen Kilometern und insgesamt 71 Stunden Autofahrt sind wir um einige Erlebnisse reicher wieder in Windhoek angekommen. Es war eine unvergesslich tolle Tour!

…Bald hatte mich der Alltag wieder eingeholt, doch der nächste Road-Trip ließ nicht lange auf sich warten….

TIPP für Tourplanung: „African Premium Tours“: Wir hatten das Auto über eine Bekannte Andrea gemietet, die ein Tourismus-Unternehmen hat und Touren plant. Absolut zu empfehlen! Einfach Budget und ungefähre Vorstellungen nennen und sie stellt einem eine Tour zusammen. Uns war sie vor allem bei der Autosuche eine große Hilfe. Kommunikation in Deutsch.

Impressionen:

Ein Kommentar zu “Genau heute vor 3 Jahren…

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