Namibia – die Perle Afrika´s – Teil 2

namibia-flagIn dem Folgebeitrag erzähle ich nun über den Kontrast Schwarz & Weiß sowie Freiheit & Sicherheit berichten. Dies sind Gegensätze eines atemberaubendes Landes, die einen nachdenklich stimmen…

 

Die Gegensätze des Landes lassen einen nachdenklich werden…

Kontrast Schwarz & Weiß – leider oft auch gleichzusetzen mit Reich & Arm: Vor allem im Süden Namibias sind die Spuren der Apartheit zu spüren. Im Armen-Viertel Katatura (Windhoek) leben ausschließlich Schwarze in ihren selbstgebauten Wellblechhütten. Dann gibt es Viertel mit Häusern inklusive Alarmanlagen, die fast ausschließlich den Weißen vorbehalten sind und es selbstverständlich ist schwarze Angestellte, wie etwa eine Putzfrau oder einen Gärtner zu haben. Dies ist dort absolut normal, wenn auch dies für mich anfangs sehr ungewohnt war. Dies zieht sich durch alle Bereiche: sei es beim Einkaufen, im Restaurant oder in Hotels – meist sind die Chefs sind weiß und die Angestellten schwarz. Dies rührt von der Vergangenheit aus den Zeiten der Kolonien und Sklaverei.
Und mir wird beim Schreiben bewusst, wie rasch diese Rassentrennungsgedanke als selbstverständlich angesehen wird, da dies bis dato einfach Teil der Kultur ist und gewisser Hinsicht auch „normal“. Es ist gerade eine schwarze Mittelschicht am Entstehen, auch gibt es politische Maßnahmen um dieser „Rassentrennung“ entgegen zu wirken. Aber dies braucht Zeit, Offenheit und gute Politik. Wichtig ist auch „Schwarze“ zu mehr Verantwortung heranzuziehen und dass „Weiße“ auch lernen, Verantwortung abzugeben.

HauseingangThema Freiheit & Sicherheit: Diese Themen waren in dem Sinn präsent, als dass mir empfohlen wurde, nach 17.00 Uhr oder sobald die Dämmerung eintritt, nicht mehr alleine auf der Straße (und vor allem nicht zu Fuß) unterwegs zu sein. Darüber hinaus waren vor allem in meinem Stadtteil die Häuser von eisernen Toren und Mauern umgeben und mit Alarmanlagen abgesichert. Anfangs war dies ungewohnt für mich, und ich habe nicht nur einmal unabsichtlich die Alarmanlage beim Haus meiner Freunde ausgelöst, da ich schlichtweg auf diese Sicherheitsmaßnahmen vergessen hatte. Mit der Zeit wurde es normal, doch habe ich mich diesbezüglich wieder auf Österreich gefreut und der Möglichkeit, U-Bahnen zu benutzen, bei Nacht auch alleine unterwegs zu sein sowie rasch und unabhängig von A nach B zu kommen – für uns selbstverständlich, ist es hier etwas Besonderes. Doch habe ich mich eigentlich trotz dieser „Rahmenbedingungen“ nie unsicher gefühlt.

StadtmissionEin kleines Deutschland in Windhoek. Es gibt auch in Namibia eine die „deutsche Community“ und teilweise hatte ich nicht das Gefühl in Afrika zu sein. Sei es am Sonntag in einer deutschen Kirche zu sitzen (die ich übrigens sehr empfehlen kann 🙂 ), beim „Superspar“ deutsche Produkte einzukaufen, oder aber in vielen Geschäften deutsch angesprochen zu werden. Somit war der Kulturschock nicht allzu groß. Meine neu gewonnenen Freunde haben mich aber auch mit einer „nicht-deutschen Welt“ vertraut gemacht,  sei es beim Shoppen, beim Besuch zu Hause oder beim gemeinsam gekochten Abendessen in ihren Familien.

Soviel zu meinen „Lektionen“. Gibt es von eurer Seite noch Themen die euch interessieren würden? Gerne kann ich zu zusätzlichen Themen Stellung beziehen. Während meines Aufenthaltes habe ich mich natürlich auch durch das Lesen einiger Bücher versucht ein Gefühl für das Land zu bekommen.

Abschließend kann ich folgendes Buch empfehlen, basierend auf einer wahren Gegebenheit zu DDR Kinder von Namibia: Kind Nr. 95. Meine deutsch-afrikanische Odyssee von Lucia Engombe, ullstein Verlag

Kleiner Hinweis: In meinem nächsten Beitrag möchte ich euch über meine Reise in den Süden Namibia´s erzählen und Top-Reise-Highlights vorstellen.

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